Digitale Premiere:

tHeater ZINK präsentiert Friedrich Schillers Maria Stuart in einer digitalen Inszenierung, angepasst an die Corona-Zeit. Die Handlung des Stückes wurde dafür in eine Sequenz von Videokonferenzen verlegt – dabei werden aber nicht nur Bild und Ton, sondern auch die ein oder andere Requisite übers Netz versendet.

Zur Handlung: Es herrscht Unruhe in den Straßen Londons. Katholische Extremisten verüben Attentate im protestantischen England, deren Ziel die Königin Elisabeth I. ist. Der Druck auf die Monarchin wächst, endlich ein Exempel zu statuieren und ihre Gegnerin, die schottische Maria Stuart, hinzurichten. Diese gilt in der öffentlichen Meinung als Drahtzieherin der Anschläge. Elisabeths Situation ist prekär; sie muss sich in einer männlich dominierten, politischen Landschaft behaupten, die ein weibliches Staatsoberhaupt ohne Mann und Kind eigentlich nicht vorsieht. Der vermeintlichen Gegnerin Maria Stuart ergeht es nicht viel besser. Auch sie, die seit 18 Jahren in englischer Haft lebt, wird immer wieder zur Projektionsfläche männlicher Rettungsphantasien.

Aufführungsdatum: digitale Premiere am 15. Januar 2021. Genauere Infos zur Plattform, über die das Stück zugänglich gemacht werden wird, werden im nächsten Jahr hier bekannt gegeben.